Der Name Barbet, welcher sich aus dem franz. Wort für Bart (barbe) ableitet, wurde der Hunderasse im 16. Jahrhundert erstmals von dem Kynologen Jacques Fouilloux gegeben. Historisch gesehen lässt sich wohl der Vorfahre des heutigen Barbets bis ins 14. Jahrhundert zurück verfolgen. Hier wird der Barbet als treuer Jagdbegleiter für die Jagd auf Federwild beschrieben und für sein freundliches und ausgeglichenes Wesen gelobt. Man sagt, Voltaire war scheinbar so angetan von den Barbets, dass er diesen als "des Menschen besten Freund" bezeichnet.                 

Nun kann man den Barbet von damals nicht mehr wirklich mit dem Barbet von heute vergleichen. Nicht nur, weil die Hundezucht so wie wir sie heute kennen defakto erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts besteht (hierzu mehr unter der Rubrik Zucht) sondern auch weil es zwischenzeitlich wirklich schlecht um den Barbet stand und er fast ausgestorben war. Doch es gab über das Fortbestehen und Weiterführen der Rasse so manchen Disput. Einige der wichtigsten Veränderungen wurden in den 70er Jahren durchgeführt. Zu dieser Zeit gab es zwei wichtige Persönlichkeiten in der Zucht des Barbets.

Zum einen sei hier Helene Pètre, die Tochter Dr. Vincentis genannt, die in ihrem Zwinger Di Barbochos Reiau de Prouvenco mit einigen Nachkommen der Hunde ihres Vaters sich der Zucht des Barbets wieder annahm. Der andere war Jean-Claude Hermans, der sich für die Rasse interessierte. Nach seiner Vorstellung des Barbets wurden dann auch einschneidende Veränderungen der  Rassenbeschreibung und Klassifizierung vorgenommen. Ende der 70er Jahre wurde der Barbet beispielsweise aus der Gruppe der Vorstehhunde Gr. 7 genommen und der Gr. 8 Wasserhunde zugeteilt. Auch die Größe des Barbets wurde immer wieder verändert und angepasst und wird heute noch reichlich diskutiert. Der Barbet hat eine sehr bewegte und interessante Geschichte, welche es sich in jedem Fall lohnt zu ergründen.

 

 

 

 

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