Man kann nicht genau sagen, wann der Mensch begonnen hat, den Hund in unserem heutigen Verständnis zu züchten. Man sagt der Jagdhundezucht einen sehr

alten Ursprung nach. Demnach soll ab dem 13. Jahrhundert eine gelenkte Jagdhundezucht betrieben worden sein.In erster Linie waren die Zuchthunde von

damals dem Adel vorbehalten. Penibel wurde darauf geachtet, dass sich die „reinrassigen“ Hunde nicht mit den Bauernhunden kreuzten. Hierbei war das

Aussehen der Hunde zweitrangig; „reinrassig“ waren jene, die gut jagen konnten. Vermutlich wurde bereits hier vielfach Inzucht und Inzest betrieben, da

diese (wie auch allgemein im Adel) noch gängiger war. Die ersten Rassen entstanden somit eher Länder,- und Regionen typisch und waren mit der Zucht von

heute kaum mehr zu vergleichen. Im 19. Jahrhundert wurden viele neue Rassen gezüchtet und viele der z.T. heute noch geltenden Rassenstandarts aufgestellt.

Dennoch galt auch zu dieser Zeit noch vermehrt das Zuchtziel der Rassetypischen Charakter Merkmale, als das einer bestimmten Optik. Oftmals begann die

Zucht einer neuen Rasse mit wenigen Hunden, angeblich wurde z.B. die Zucht des Appenzeller Sennen Hundes mit elf Tieren begonnen.

Durch die industrielle Revolution wurde der Hund als Arbeitskraft überflüssig, wodurch die Leistung und die jeweiligen Fähigkeiten der Hunde zweitrangig

wurde und eine Zucht auf das rassetypische Aussehen der Hunde abzielte. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als es bereits organisierte Hundeausstellungen gab,

entstanden viele unserer heutigen Rassen. Und auch heute gibt es immer wieder neue Kreuzungen, welche als Moderasse propagiert werden. Wir

züchten nicht, weil wir mit unseren Hunden viele Shows bestreiten möchten. Wir möchten uns mit unserer Zucht wieder auf auf alt bewährtes und neu

gepriesenes beziehen. Wir streben mit unserer Zucht in erster Linie wesensfeste (was für uns heißt, ihrem Standard entsprechende Wesenszüge), gesunde

(es sei der Form halber darauf hingewiesen, dass es den Erbgesunden Hund nicht gibt!) Hunde an. Dies entscheiden wir aufgrund von Leistung und Gesundheit

und weniger aufgrund der Optik. Denn wie man so schön sagt, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Wir möchten den Barbet als Jagdhund erhalten und legen

deshalb auf die ihm zu Grunde liegenden Fähigkeiten großen Wert.

Da wir nicht nur mit Herz sondern auch mit Verstand züchten möchten, tun wir dies natürlich in einem Verein (dem Vbbfl) welcher dem

VDH und der FCI angegliedert ist.



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